Mit Sergej Stas präsentieren die Saale Bulls ihre nächste Neuverpflichtung für die kommende Spielzeit 2019/20. Der 28-jährige Angreifer wechselt von den Freiburger Wölfen aus der DEL2 nach Halle, wo er – nach dem damaligen Gastspieler Andrei Kolesnikow in der Saison 2005/06 – erst der zweite Spieler der Vereinsgeschichte mit einem Weißrussland-Bezug sein wird. Doch im Gegensatz zu Kolesnikov belegt Stas keine Kontingentstelle, da er auch über einen deutschen Pass verfügt.

Geboren in Minsk, als Sohn des gleichnamigen und in Deutschland ebenfalls bekannten und aktiven Sergej Stas (über 400 DEL- sowie 220 Zweitligaspiele), durchlief der Angreifer in jungen Jahren die Eishockeyschule des EHC Nürnberg sowie des Krefelder EV, bevor der ehemalige Junioren-Nationalspieler Weißrusslands zur Saison 2009/10 für die folgenden drei Spielzeiten in seinem Geburtsland dem Puck hinterherjagte.

Im Jahr 2012 dann die Rückkehr nach Deutschland, wo er bei den Fischtown Pinguins in Bremerhaven anheuerte und sich mit herausragenden Leistungen und dem Gewinn der DEL2-Meisterschaft 2014 nachhaltig auf sich aufmerksam machen konnte und folgerichtig den Sprung nach Wolfsburg in die DEL schaffte. Zwei Spielzeiten in der höchsten deutschen Liga folgten zwei Jahre in der DEL2 in Bayreuth und zuletzt in Freiburg. Insgesamt finden sich in der persönlichen Vita des Linksschützen 93 Erst- und 274 Zweitligaspiele (57 Tore) sowie 3 A-Länderspiele für Weißrussland.

Nun wechselt Stas, der auch für eine Vielzahl anderer Vereine interessant ist, zu den Saale Bulls, wo der Stürmer neben seiner Erfahrung sicherlich auch mit seiner optischen Präsenz – 91 Kilogramm verteilt auf 185 Zentimeter – zu den Leistungsträgern im Team von Herbert Hohenberger zu rechnen sein wird.

Kleiner Wermutstropfen: Noch bis 15. Juli müssen die Saale Bulls mit ihrer uneingeschränkten Freude über diese Top-Verpflichtung warten, denn in dem mit Sergej Stas geschlossenen Vertrag gibt es eine befristete, vereinsgebundene Ausstiegsklausel. Für den Fall, dass er von dem KHL-Verein HK Dinamo Minsk ebenfalls ein Vertragsangebot erhält, kann er vom Vertrag mit den Saale Bulls zurücktreten, um die Chance, für seinen Heimatverein auflaufen zu können, wahrzunehmen. Die Verantwortlichen sind jedoch guter Dinge, schließlich hat Stas bereits Ende letzter Woche in Halle eine Wohnung bezogen und plant mit seiner Frau, die Zeit bis zum Saisonstart hier zu verbringen.

Der MEC Halle 04 heißt Sergej Stas recht herzlich in Halle willkommen und wünscht ihm eine erfolgreiche und verletzungsfreie Spielzeit. (Jy/FE)