Internationale Erfahrung aus der Champions Hockey League (CHL), aus der Nachwuchs-Nationalmannschaft seines Heimatlandes oder der Liiga, der höchsten finnischer Spielklasse, konnte Tatu Vihavainen nicht vorweisen, als er sich im vergangenen Sommer den Saale Bulls anschloss, dafür jedoch 119 Einsätze (96 Punkte) mit 33 Toren in der Mestis, der Zweiten Liga Finnlands – der Rest der Geschichte nach seinem Wechsel nach Halle ist bekannt…

Dem gegenüber stehen zwei CHL-Partien, 62 Einsätze in Nachwuchs-Nationalteams der Suomi, 67 Partien (fünf Treffer) in der Liiga sowie 184 Mestis-Spiele (136 Zähler) mit 52 Treffern (zehn in Über-, zwei in Unterzahl, drei zum Sieg). Das sind die in Bezug auf Vihavainen vergleichenden Zahlen, wie sie sich in den Statistiken von Joonas Niemelä wiederfinden – jenem finnischen Angreifer, der in der Spielzeit 2021/22 die zweite Importstelle neben seinem Landsmann einnehmen wird.

Das Eishockey-ABC erlernte Niemelä, der mit vollem Vornamen Joonas Mikael heißt, bei den Espoo Blues, für die der frühere Jugend-Nationalspieler in der Saison 2015/16 in der Liiga debütierte. Die Folgesaison, in der er zweimal für den Erstligisten Luuko in der CHL auflief, verbrachte der 180 cm große Angreifer hälftig in der Liiga sowie der Mestis, wo er ein Jahr später mit Keuruu die Meisterschaft mit erringen konnte. Es folgten weitere Zweitliga-Spielzeiten für Hermens Kokkola sowie Kiekko-Vantaa, ehe zur vergangenen Saison der Wechsel des Silbermedaillen-Gewinners der U18-Weltmeisterschaft zum Spitzenteam Kiekko-Espoo erfolgte. Nach dem dortigen Saison-Abbruch lief Niemelä erstmals außerhalb seines Heimatlandes auf, wo der sowohl als Center als auch Außenstürmer einsetzbarer Angreifer sich dem italienischen Club HC Gherdëina anschloß. 

Bei dem in Gröden angesiedelten und in der Alps Hockey League (AlpsHL) vertretenen Verein erzielte der Linksschütze inklusive Playoffs in 17 Partien 13 Tore (sechs in Über-, eines in Unterzahl sowie jeweils zwei zur Führung, zum Sieg sowie zum punktbringenden Ausgleich), was ihn trotz seines späten Wechsels nach Gröden im Februar noch zum viertbesten Torschützen der Mannschaft werden ließ, und bereitete zehn weitere Treffer vor. 

Nun der Wechsel zu den Saale Bulls, wo Niemelä gemeinsam mit Landsmann Vihavainen für ordentlich Suomi-Power sorgen und die blau-weiße Flagge seines Heimatlandes hochhalten soll. Der MEC Halle 04 heißt seinen neuen Finnen recht herzlich an der Saale willkommen und wünscht ihm einer erfolgreiche und verletzungsfreie Spielzeit im Trikot der Saale Bulls. (Jy)