Wie einige Weihnachtswünsche, konnte gestern nach einem Aussetzer, auch wieder das Versprechen “Jede Woche ein Heimspiel“ erfüllt werden – die Rockets kamen zu Besuch. Und auch wenn es der zweite Feiertag war, verschenken wollte niemand etwas. Ruhe und Besinnlichkeit hatten scheinbar alle die letzte Zeit genug und zackig startete das Spiel.

Zwar schlug der erste Angriff der Bulls fehl, doch der erste Konter ließ nicht auf sich warten. Es ging hin und her und schon fiel die erste Strafe – für die Rockets. Überzahl für die Gastgeber stand auf dem Programm und das nutzten Schmid und Valasek direkt, um in der dritten Minute das erst Tor zu schießen. Doch davon ließen sich die Gäste nur bedingt einschüchtern. Nach dem Treffer wieder komplett, starteten sie einige Angriffe, die aber allesamt spätestens am Hallenser Goalie scheiterten. Um das nächste Unterzahlspiel kamen die Rockets herum da, bevor es ausgesprochen wurde, Gollenbeck den Puck ins Tor beförderte. Doch scheinbar hatten die Gäste nicht genug und standen wenig später (nach einmal Beinstellen) doch nochmal zu viert auf dem Eis – Anlass für eine Auszeit. Doch was immer der Trainer den Spielern ans Herz legte verhinderte weder das dritte noch das vierte Tor der Saale Bulls. Das und wahrscheinlich die Ansprache im Hinterkopf, führte aber dann zur gehofften Beruhigung und einem saubereren Spiel – was wiederrum mit einem Tor belohnt wurde. 

Das zweite Drittel ging da weiter, wo das erste aufgehört hatte. Diez-Limburg hatte sich gefunden und stand gut auf dem Eis. Schon in der ersten Minute legten die Gäste nach und verkürzten auf 4:2. War hier ein Wendepunkt erreicht? Beide Seiten fuhren spannende Angriffe. Doch nur die Bulls waren erfolgreich – 5:2.  Die Rockets forderten Halle weiter, nach dem sie wussten, wie man Treffer bei den Bulls erzielen kann, waren sie auch mit drei Toren Rückstand nicht bereit aufzugeben. Und dann das – die nächste Strafe für die Gäste. Doch diesmal gelang es, trotz sichtbarer Erschöpfung, die Unterzahl torlos zu überstehen. Und auch im weiteren Verlauf fehlte es auf beiden Seiten etwas an Geschwindigkeit und Toren.

Beides kehrte dann im dritten Drittel zurück. Nach nur zwei Minuten netzte Valasek ein. Schnell ging es weiter und abermals fiel eine Strafe für die Gäste, doch wie auch die letzte Unterzahl, gelang es ihnen sich gut zu verteidigen und die Bulls konnten nicht erhöhen – zumindest nicht in Überzahl, denn kurz darauf gelang Niemelä das 7:2. Doch auch wenn der Spielstand recht eindeutig war, vorbei war es noch nicht, erst recht nicht in den Augen der Rockets. Und auch wenn sie sich eine Strafe leisteten, gelang es Ihnen in Unterzahl auf 7:3 zu verkürzen. Das wollten die Bulls – und insbesondere Philipp Halbauer – nicht auf sich sitzen lassen, und schon wenige Sekunden später fiel das 8:3. Doch Eishockey wäre nicht Eishockey, wenn es nicht auch in so einer Situation nochmal spannend werden kann. Die Bulls verschafften den Rockets ein Überzahlspiel und dieses wurde von den Gästen genutzt um abermals zu verkürzen. Es folgte ein hin und her und kurz vor Ablauf des Drittels fing sich Halle eine erneute Strafe. Doch diesmal half das Überzahlspiel den Rockets nicht. Es blieb beim 8:4 und die 3 Punkte blieben in Halle. 

Die Bulls haben es trotz zwei ausgefallenen Spielen und einer Niederlage geschafft, sich auf Platz 1 zu halten. Doch die Trappers und die Scorpions nähern sich. Jetzt heißt es diese Woche zum Auswärtsderby und daheim gegen die Moskitos alles zu geben, um das Jahr an der Tabellenspitze zu beenden und das neue genau da starten zu können.

Saale Bulls – Rockets   8:4 (4:1, 1:1, 3:2)

1:003.‘ValasekPP1

2:008.‘Gollenbeck

3:0 11.’ Vihavainen PP1

4:012.’Valasek

4:116.’Lavallee

4:2 21.’ Köhler

5:228.’Vihavainen

6:242.’Valasek

7:248.’Niemelä

7:3 55.’ Lavallee SH1

8:3 55.’ Halbauer PP1

8:4 56.’ Brothers PP1

Strafminuten: Halle 6, Diez-Limburg 10

CH