Die Vorzeichen waren klar: Ein Punkt aus den fünf noch anstehenden Partien würde reichen, um die theoretisch schon sichere Meisterschaft in der Oberliga Nord auch rechnerisch unter Dach und Fach zu bringen – und das Team hat abgeliefert! Mit einem 10:3-Erfolg gegen den Herforder EV sicherten sich die Saale Bulls am Dienstagabend den ersten Platz in der Hauptrunde der Oberliga Nord 2021/22 und somit ihren ersten Meistertitel seit 2013.

Was auf den ersten Blick wie ein Selbstläufer aussah – empfing doch der Tabellenführer den Zehntplatzierten – entwickelte sich noch vor dem ersten Bully als Chaos. Nicht nur, dass positive Coronatests auch hinter den Kulissen für den Ausfall einer Vielzahl von diversen wichtigen „Off-Ice-Personen“ sorgten, auch Head Coach Ryan Foster musste aufgrund eines positiven Covid-19-Testes kurzfristig isoliert werden. Seinen Platz hinter der Bande übernahm kurzfristig der Sportliche Leiter Kai Schmitz – danke dafür an den Deutschen Eishockey-Bund, der kurzfristig die entsprechende Genehmigung erteilte.

Und Schmitz sah ein beeindruckendes Startdrittel, in dem die Bulls eindrucksvoll ihre Vormachtstellung in der Liga unterstrichen. „Wir haben ein super erstes Drittel gespielt“, so Schmitz zum 7:2-Abschnitt, bei dem sich vor allem Jannik Striepeke (zwei Tore, zwei Vorlagen) in den Vordergrund spielen konnte. „Danach haben die Jungs ein wenig Halligalli gemacht, was nicht so schön war“, so Schmitz zum zweiten Abschnitt, welchen man trotz einer Schussbilanz von 14:6 mit 0:1 an den HEV abgeben musste. „Aber am Ende des Tages haben wir mit 10:3 gewonnen.“

„Die ganze Saison über leisten die Jungs brutale Arbeit, unser Fitnesstrainer arbeitet so hart mit den Jungs“, so Schmitz, der – mit einem Augenzwinkern versehen – ob der Sondergenehmigung nun auch der erfolgreichste Coach der Vereinshistorie ist. „Der Spieler Kai Schmitz hätte den Sportlichen Leiter Kai Schmitz deswegen verflucht und gehasst. Dieser Titel ist verdient, die Jungs haben nichts geschenkt bekommen. Sie haben es sich erarbeitet, sind eine eingeschworene Truppe. Der Titel ist super und freut uns alle – aber das große Ziel steht jetzt erst an.“ (Jy)

Saale Bulls Halle – Herforder EV 10:3 (7:2, 0:1, 3:0)

1:0 (03:13) Hoffmann (Stas, Vihavainen)

2:0 (04:28) Vihavainen (Becker, Grosse)

3:0 (05:54) Schmid (Pfennings, Grosse)

3:1 (06:13) Garten (Rinke, Pietschmann)

4:1 (08:29) Vihavainen (Striepeke, Becker – SH1)

5:1 (11:36) Striepeke (Fomin, Grosse)

5:2 (17:09) Pietschmann (Rinke, Pöpel)

6:2 (18:00) Gulda (Becker, Striepeke)

7:2 (19:59) Striepeke (Valasek, Hildebrand)

7:3 (30:30) Garten (Weikamp)

8:3 (52:22) Fomin (Grosse, Striepeke)

9:3 (55:32) Vihavainen (Valasek, Grosse)

10:3 (56:02) Valasek (Vihavainen, Grosse)

Strafminuten: Halle 6, Herford EV 8