Das erste Spiel des neuen Jahres führt die Bulls nach Hamm – hier traf man zwar auf den Tabellenletzten, doch wollte man den Gegner dennoch nicht unterschätzen. Beim letzten Aufeinandertreffen wurde durch eine rasante Aufholjagd der Eisbären der bis dahin fast sicheren Sieg stark gefährdet. Das erste Drittel startete so schnell, dass man die Gastgeber überrumpelte – nach nur 18 Sekunden netzte Niemelä ein und erzielte damit in seinem 27. Spiel für Halle seinen 27. Saisontreffer. Doch jetzt waren die Hammer Eisbären wachgerüttelt und gaben trotz ihres krankheitsbedingten minimierten Kader alles, damit die Bulls nicht direkt nachlegen konnten. Beide Seiten wechselten sich mit Angriffen ab und doch gewannen die Hallenser langsam die Oberhand. Ein durch die Eisbären unsauber vereitelter Angriff führte zum ersten Überzahlspiel der Bulls. Eigentlich zählt dies als eine Stärken des Teams, doch die Hammer wussten es zu überstehen. Doch die nicht vollbesetzte Verteidigung wurde dadurch arg beansprucht. Halle gab sich weiterhin stark (auch als sie das erste Unterzahlspiel bestritten) und gab den Eisbären kaum Chancen, doch deren Torwart ließ im Gegenzug kein weiteres Tor zu.

Aus der Drittelpause starteten die Gastgeber direkt mit einem Angriff, verfehlten das Tor aber knapp. In einem kleinen Hin und Her war zu erkennen, dass die kurze Erholung den zuvor erschöpften Eisbären gutgetan hatte und sie sich durch den einen Treffer Vorsprung nicht einschüchtern ließen. Kurz darauf folgten zwei weitere Unterzahlspiele für die Bulls in dem es zwar gefährlich wurde, aber Hamm nicht ausgleichen konnte, doch die Spielqualität hielt weiter an. Als dann für die Bulls aber endlich wieder Überzahl auf dem Programm stand, gelang es – Lukas Valasek auf 0:2 zu erhöhen. Eine kleine Wende im Spiel – langsam schwanden die Kräfte der Hammer Eisbären. So legten in der 38. und der 40. Vihavainen und Valasek nach – 0:4 ging es in die Pause.

Und auch im dritten Drittel starteten die Gastgeber wieder mit einem (torlosen) Angriff, der daraufhin von Halle in einen Konter verwandelt wurde. Die Bulls setzten die Eisbären weiter unter Druck und erhöhten prompt auf 0:5. Doch noch wollten die Hammer Eisbären nicht aufgeben. Mit einer geschickten Befreiungsaktion trugen sie den Puck schnell ins Hallenser Drittel und netzten ein – ein Shutout gönnten sie den Gästen nicht. Doch die Bulls wollten die benötigten drei Punkte nicht in Gefahr bringen und ließen nicht nach. In der 55. Spielminute schossen sie gleich zwei Tore und trotz Gegenwehr der Eisbären legten sie auch vier Minuten später nochmal nach. Damit war das Spiel endgültig entschieden.

Das Jahr 2022 war erfolgreich angelaufen und wenn man schon einmal im Nordwesten ist, kann man auch dortbleiben. Statt zurück in die Heimat ging es weiter nach Tilburg. Dort treffen die Bulls morgen auf die Trappers und so steht ein spannendes Spiel gegen den Tabellennachbarn an.

 

Saale Bulls – Hammer Eisbären   1:8 (0:1, 0:3, 1:4)

0:1       01.‘       Niemelä                      

0:2       32.‘       Valasek                        PP1

0:3       38.‘       Vihawainen                  

0:4       40.‘       Valasek                       

0:5       47.‘       Vihawainen                  

1:5       52.‘       Junge

1:6       55.‘       Niemelä                      

1:7       55.‘       Stas                

1:8       59.‘       Stas                

Strafminuten: Halle 8, Hamm 6

CH