Die Moskitos konnten die letzten Spiele nicht immer für sich behaupten, doch waren sie eine von drei Mannschaften, denen es diese Saison gelang den Saale Bulls eine von drei Niederlagen zu bescheren. Und so war die Hoffnung groß, den Erfolg zu wiederholen und sich die Gunst der Fans zurückzuerobern. Sowohl das Eröffnungsspiel der Saison als auch den weiteren Verlauf im Kopf, begannen beide Teams damit sich abzutasten. Während Halle bis auf Jannik Striepeke vollständig angereist war, waren die Gastgeber personell, besonders in der Verteidigung etwas eingeschränkt, hatten sich nach einigen Spielen aber daran gewöhnt, wollten sie doch sowieso eher Tore schießen. In der sechsten Minute ging der Plan auf – Essens dritte Reihe netzte ein. Davon angespornt blieben die Gastgeber konzentriert in Formation und konnten sich weiter behaupten, selbst als sie Strafzeiten kassierten. Halle misslang es zwei Überzahlspiele zu nutzen und so konnten die Bulls im ersten Drittel weder drehen noch aufholen. Zu allem Überfluss endete das 1. Drittel mit einer Viererstrafe für beide Teams, nachdem sich Becker und Glemser ein Tänzchen erlaubten.

Nach der Drittelpause gewannen die Bulls langsam an Stärke zurück, konnten sich aber nicht als Überlegene präsentieren. In der Mitte des Spiels war es dann soweit – Niemelä gelang der Ausgleich. Während die Hallenser sich immer weiter zusammenfanden, ließen die Gastgeber langsam etwas nach, dachten aber noch lange nicht daran das Spiel, jetzt wo noch alles offen war, aufzugeben. Zwei weitere Strafen für die Bulls spielten aber weder ihnen noch den Essenern in die Karten und abermal endete das Drittel mit nur einem Tor.

Der letzte Spielabschnitt begann in Unterzahl für die Saale Bulls, dennoch mit Druck von beiden Seiten. Mit Ablauf der Strafe und der Vervollständigung des Teams, gelang es Vihavainen dann aber in der 42. Minute das zweite Tor für die Hallenser zu schießen und so hatte sich das Blatt gewendet. In einem wilden Hin und Her wichen die Gastgeber von ihrer Taktik des ersten Drittels ab und die Saale Bulls traten, abgesehen von einer Strafe, mit kühlem Kopf auf. Dennoch waren beide Seiten gefordert – wenn auch ohne weiteren Abschluss. Um den Ausgleich zu erzielen und eine Verlängerung zu erspielen, räumte der Goalie der Moskitos das Tor. Aber genau das, wussten die Bulls einmal mehr zu nutzen und erhöhten in der letzten Minute auf drei Tore – und damit auch auf drei Punkte.

Immer noch auf Platz zwei, aber den Vorsprung ausgebaut, sind die Bulls den Trappers weiter auf den Fersen. Nächstes Wochenende heißt es in gleich zwei Heimspielen sich weiter zu behaupten, besonders wenn am Sonntag der Tabellenerste an die Saale kommt.

 

Moskitos – Saale Bulls 1:3 (1:0, 0:1, 0:2)

1:0       06.‘       Glemser                      

1:1       30.‘       Niemelä                      

1:2       42.‘       Vihavainen                  

1:3       60.’       Schmid                       

Strafminuten: Essen 8, Halle 16

 

(CH)