Als Drittplatzierter war den Trappers klar, dass sie den Bulls den Tabellenplatz nicht stehlen können, aber zumindest wollte man die Distanz verkürzen, wenn alles gut läuft sogar an den Scorpions vorbei, zurück auf den zweiten Platz ziehen. Aber eines stand so oder so fest: Ein spannendes Spiel zwischen zwei Topmannschaften stand auf dem Programm.

Die Hallenser mussten weiterhin auf vier ihrer Spieler verzichten, unter anderem den Topscorer Niemelä. Das aber auch die anderen Jungs um Ryan Foster Tore schießen konnten wurde bereits mehrfach unter Beweis gestellt.

Auf das Abtasten wurde beiderseits verzichtet und recht schnell war Urbisch gefragt. Er war jedoch an der richtigen Stelle und konnte einen tilburger Torjubel verhindern. Aber auch die Bulls nahmen das Tor der Trappers ins Visier – ebenfalls erfolglos.

Einer der Hallenser Angriffe endete mit einer Strafe für die Gastgeber. Doch die währte nicht lange, dass damit einhergehende Powerplay nutzen die Bulls und Roman Pfennigs schoss das erste Tor – damit waren die Trappers wieder komplett. Den Rückstand wollten die Tilburger nicht auf sich sitzen lassen und gaben sich alle Mühe auszugleichen. Das Spiel verlagerte sich ins Hallenser Drittel und eine Strafe für Gollenbeck spielte den Gastgebern nur noch mehr in die Karten – das Anschlusstor fiel.

Spätestens jetzt sollte den Mannschaften klar gewesen sein, bei einem ebenbürtigen Gegner sollte man sich keine Ausrutscher erlauben.

Im weiteren Verlauf des Drittels schenkten sich die Bulls und die Trappers nichts – Druck von beiden Seiten, Angriffe, starke Goalieaktionen und Strafen auf beiden Seiten – aber keine Tore. Beim vier gegen fünf ertönte die Sirene und die erste Pause stand an.

Nach der Drittelpause starteten die Bulls unkonzentrierter und Tilburg ließ dafür nicht nach. Das noch laufende Powerplay konnte nicht verwertet werden und mit dessen Ablauf starteten die Trappers den Gegenangriff. Zwar erfolglos doch das sollte nicht das letzte Powerplay der Partie gewesen sein. Die Bulls fanden wieder zurück und Urbisch stand sicher im Tor der Hallenser. Nach einem Hin und Her gelang es die Gastgeber zurückzuweisen und dem Spielverlauf den eigenen Stempel aufzudrücken. Mit einem geschickten Manöver konnte Vihavainen Tilburg nicht nur den Puck abluchsen; sondern auch im Alleingang auf 1:2 erhöhen. Davon angespornt starteten die 21 und die 12 der Bulls erfolgreich den nächsten Angriff und beendeten das zweite Dritten mit 1:3.

Daran wollte man nach der Pause anknüpfen, doch eine Strafe und der Kampfgeist der Gastgeber wussten das zu verhindern. Doch auch die defensive Seite der Hallenser konnte sich sehen lassen und das brachte die Trappers aus dem Konzept. Das nutzten Gulda und Fomin und bauten den Vorsprung aus.

Tilburg gab sich alle Mühe am Spielstand noch etwas zu ändern und auch die Bulls waren mit ihren vier Toren noch nicht ganz zufrieden, aber beide Goalies waren nicht gewillt eine Änderung am Spielstand zu zulassen.

Alle weiteren Angriffe blieben demnach erfolglos, auch wenn es bis zur letzten Sekunde spannend blieb.

Weiterhin an der Tabellenspitze heißt es nächste Woche mindestens die 100 Punkte voll zumachen. In den nächsten drei Wochen stehen für die Bulls jeweils auch drei Spiele auf dem Plan – die Gelegenheit wird sich also definitiv ergeben.

Tilburg Trappers – Saale Bulls 1:4 (1:1, 0:2, 0:1)

0:1 06.‘ Pfennigs PP1

1:109.‘Bison

1:237.‘Vihavainen

1:339.’Sturm

1:449.’Gulda

Strafminuten: Halle 8, Tilburg 6

CH