„Saale Bulls kämpfen gegen Zweitligisten um Zähler!“ Eine Schlagzeile, die man sich in Halle als Normalität wünscht, würde dies doch bedeuten, dass die Bulls das selbstgesteckte, mittelfristige Ziel des DEL2-Aufstieges geschafft haben. Ein Ziel, welches auch in der Saison 2021/22 in Angriff genommen werden soll. Um sich auf den Saisonstart optimal vorzubereiten absolvieren die Bulls nicht nur „normale“ Vorbereitungsspiele, sondern nehmen auch am Nord-Ost-Pokal 2021 teil. Ein Wettbewerb, an dem neben dem MEC auch die Ligakonkurrenten aus Leipzig, Rostock und Erfurt sowie die Zweitligisten Crimmitschau und Weißwasser teilnehmen.  

Das anstehende Wochenende steht nach den beiden absolvierten Testspielen gegen Krefeld und Herne ganz im Zeichen dieses Pokalwettbewerbs. Mit zwei Heimspielen gegen die Lausitzer Füchse am Freitag und gegen die TecArt Black Dragons Erfurt (Sonntag) bestreitet das Team von Head Coach Ryan Foster nach der Auftaktniederlage gegen die Thüringer seine zweite und dritte Partie in diesem Wettbewerb. Den Anfang macht das Duell gegen den DEL2-Vertreter aus Weißwasser, wobei die Bulls zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte in einem Pflichtspiel gegen einen höherklassigen Vertreter antreten müssen. In der Vergangenheit stand man sich bereits neunmal mit Zweitligisten gegenüber, musste sich dabei jedes Mal geschlagen geben. Und auch am Freitag, wenn der Puck um 20 Uhr zum Bully im Sparkassen-Eisdom eingeworfen wird, dürfte die Favoritenrolle ganz klar beim Club aus Sachsen liegen. Ein Umstand, der die Bulls von Druck befreit aufspielen lassen kann und somit vielleicht eine Überraschung möglich ist. Gegen eine Mannschaft, in der mit Jens Baxmann ein siebenmaliger Deutscher Meister mit den Eisbären Berlin und der Erfahrung aus knapp 950 Erstligaspielen die Defensive der Sachsen anführt. Im Angriff setzt man auf den Importstellen auf eingespielte Pärchen, agierten doch die beiden kanadischen Neuzugänge Hunter Garlent und Peter Quenneville in der vergangenen Saison gemeinsam in der ECHL bei den Rapid City Rush, genau wie das ebenfalls neu verpflichtete finnische Sturmduo Roope Mäkitalo und Arttu Rämö zuletzt gemeinsam für Ketterä in der Mestis auflief.

Den halleschen Fans deutlich bekannter dürften die Führungsspieler der Schwarzen Drachen sein, Kyle Beach, Arnoldas Bosas oder auch Sean Fischer können Spiele im Alleingang entscheiden. Gegen die Thüringer wird es sicherlich erneut ein Duell auf Augenhöhe werden, musste doch beim ersten Aufeinandertreffen beider Mannschaften am vergangenen  Freitag erst das Penaltyschießen über Sieg und Niederlage entscheiden. 

Die halleschen Fans erwarten zwei spannende Spiele in drei Tagen im Sparkassen-Eisdom, dessen Zutritt nach den aktuell vorliegenden 3G-Regeln möglich ist. Bully am Freitag ist 20 Uhr, am Sonntag wird der Puck um 18.15 Uhr eingeworfen. (Jy)