Da das Heimspiel am Freitag im halleschen Sparkassen-Eisdom ja durch eine Corona-Infektion bei den Gegnern ausgefallen war, ging es für die Saale Bulls am gestrigen Sonntag einzig zum Auswärtsspiel nach Krefeld. Dort trafen sie in der Rheinlandhalle auf den Tabellenvorletzten vom Krefelder EV 81. Jedoch konnten die Hallenser aufgrund der Ausfälle von Striepeke, Vihavainen, Pietschmann und Schön wieder nur mit einem Schrumpfkader von 14 Feldspielern antreten. Diese Art von Herausforderung waren sie ja bereits aus den letzten Partien gewohnt und wenn alles planmäßig läuft sollte sich die Krankenliste in den kommenden Spielen wieder dezimieren.

Auf jeden Fall würden die Hausherren vom KEV versuchen die Situation für sich zu nutzen und sich vielleicht drei Punkte von den Saalestädtern zu sichern. Entsprechend offen gingen die Krefelder auch ins Spiel und wollten sofort mit ihren Angriffen die Führung erzwingen. Doch die Bulls konnten die Situation eigentlich unter Kontrolle halten. Zumindest bis der Puck unglücklich beim Angriff an den KEV überlassen wurde. Adam Kiedewicz nutzte diesen Fehler, überlistete final auch Albrecht und brachte die Hausherren somit in Führung.

So gingen die Krefelder mit 1:0 in Führung und die Saale Bulls mussten agieren. Diese bauten zwar ihre Offensive aus, erzielten jedoch für lange Zeit keine Tore. Am ständigen Hin und Her auf dem Eis änderten die zwischenzeitlichen Strafen auch nichts, denn beide Teams ließen ohne Tore zwei von diesen verstreichen. In der 12. Minute gerieten die Gäste erneut in Unterzahl, aber dieses Mal konnten sie sich nicht nur recht schnell befreien, sondern in Unterzahl schaffte Valtteri Hotakainen sogar den 1:1 Ausgleich.

Das Spiel blieb, wie der Spielstand auch, damit recht ausgeglichen. Denn auch die Hausherren hatten nach diesem zwischenzeitlichen Erfolg der Saalestädter weiterhin gute Torchancen und konnten mit einer von diesen in der 19. Minute auch dank des Tores von Philipp Kuhnekath vor der ersten Pause wieder in Führung gehen.

Mit dem Seitenwechsel änderte sich das Bild auf dem Eis, denn nun legten die Bulls richtig los und wollten das Spiel endlich in die Hand nehmen. Sie waren nun im Dauersturm und Jonas Gähr hatte ordentlich zu tun. Er musste dann in der 24. Minute auch hinter sich greifen, da Sergej Stas mit seinem Tor den erneuten Ausgleich erzwang. Die Offensive machte keine Pause und 1,5 Minuten später erzielte Valtteri Hotakainen das zweite Tor für die Saalestädter, sodass auf der Ergebnistafel eine 2:3 Führung zu sehen war.

Die Saalestädter waren nun warm gespielt und man konnte die Verteidigung der Hausherren immer wieder durchbrechen. Diese Krefelder konnten die Angriffe zum Teil nur noch dank körperlichen Einsatzes abwehren, aber kassierten dadurch immer wieder Strafen. Diese Überzahlsituationen spielten wieder den Bulls in die Karten, welche so die Führung durch Denis Gulda auf 2:4 ausbauen konnten. Leider folgte hier die schnelle Antwort des KEV, denn bereits in der 29. Minute verkürzte Adam Kiedewicz wieder auf 3:4. Da die Krefelder die folgende Strafe gegen die Bulls nicht für sich nutzen konnten, blieb es vorerst bei diesem Stand. Wie man eine Überzahl besser nutzt, zeigte der MEC in der 38. Minute, denn da war wieder Denis Gulda in Überzahl zum 3:5 erfolgreich.

Nach den vielen Angriffen und Toren im Mittelabschnitt ging es im letzten Drittel etwas ruhiger zur Sache, doch die Verteidigung der Bulls stand und wollte die Führung auf jeden Fall halten. Da es hinten ruhig blieb ging der MEC in die Offensive und Sergej Stas umlief in der 46. Minute die Verteidigung des KEV um am Ende den Puck zum 3:6 ins Tor zu hauen. In der Konsequenz stellten nach einer Auszeit die Hausherren ihr System um und waren mit fünf Stürmern in der Offensive, aber diese Umstellungen brachte ihnen keinen Vorteil.

So lief die Uhr weiter und die deutliche Führung des MEC konnte in der 56. Minute durch Erik Hoffmann nun bereits zum 3:7 ausgebaut werden. Es folgte zwar nach dem Anbully wieder eine schnelle Reaktion der Krefelder, welche mit dem Tor von Luca Hauf zwar den alten Abstand wieder herstellten, aber dies war dann nur noch Ergebniskorrektur.

Die Hallenser können mit 4:7 einen verdienten Auswärtssieg einfahren und nehmen drei Punkte mit an die Salle. Nach nur einem Spiel an diesem Wochenende müssen die Saale Bulls nun schneller wieder ran, denn bereits morgen geht es am Pferdeturm gegen die Hannover Indians weiter.

Torschützen:

1:0 Adam Kiedewicz – 2.

1:1 Valtteri Hotakainen – 12.

2:1 Philipp Kuhnekath – 19.

2:2 Sergej Stas – 24.

2:3 Valtteri Hotakainen – 26.

2:4 Denis Gulda – 28.

3:4 Adam Kiedewicz – 29.

3:5 Denis Gulda – 38.

3:6 Sergej Stas – 46.

3:7 Erik Hoffmann – 56.

4:7 Luca Hauf – 56.

Tore: 4:7 (2:1/1:4/1:2)

[RJ]