Nach dem 8:3 Heimsieg gegen die Rostocker Piranhas am vergangenen Freitagabend folgte das Auswärtsspiel der Bulls beim Krefelder EV. Das Spiel gestaltete sich zunächst mühseliger als gedacht. Nach 27 Minuten geriet der Tabellenführer mit 0:3 bei den Rheinländern ins Hintertreffen und die Bulls kamen erst durch einen Doppelschlag 23 Sekunden kurz vor der zweiten Pause in die Partie hinein. „Dem Team fehlte es zu Beginn an Intensität und die Krefelder hatten nichts zu verlieren, daher machten sie es uns nicht leicht ins Spiel zu kommen“, so Head Coach Foster am Montagmorgen.

Der 0:3 Rückstand und zwei kurz nacheinander kassierte Strafen führte schließlich dazu, dass der Bulls Head Coach seine Auszeit nahm. Man konnte es förmlich von seinen Lippen ablesen, das er etwas gesagt haben muss wie „Jungs, es wird Zeit, dass ihr jetzt mal ernst macht“, vielleicht war es auch ein „wenn ihr jetzt nicht mit Eishockey anfangt, könnt Ihr zu Fuß und ohne Abendessen nach Hause laufen“… was genau es auch war, es führte dazu, dass die Bulls plötzlich das Spiel an sich rissen. Selbst als sie mit einer weiteren Strafzeit zu kämpfen hatten, konnten sie lange Zeit das Spielgerät in den eigenen Reihen halten. Und plötzlich beherrschte der Tabellenführer auch das Passspiel wieder, welches zuvor verloren gegangen schien. Krefeld wurde teilweise im Verteidigungsdrittel eingeschnürt. Und dann klappte es plötzlich auch wieder mit dem Tore schießen. Erst konnte Hildebrand aus kurzer Distanz die Scheibe über den Schoner heben, dann überwand Niemelä nach Bauerntrick Goalie Klein zum Pausenstand von nur noch 3:2. Krefeld nahm ein Powerplay mit in den Schlussabschnitt, konnte dies jedoch nicht für sich nutzen.

Im Schlussabschnitt dann die Entscheidung zu Gunsten der Bulls: Nach dem Ausgleich markierte Michael Fomin an alter Wirkungsstätte den Siegtreffer, Tatu Vihavainen setzte 56 Sekunden vor der Sirene mit dem Treffer zum 5:3 den Schlusspunkt unter die Partie. 

Krefelder EV 81 – Saale Bulls Halle 3:5 (1:0, 2:2, 0:3)

1:0 (19.) Kolle

2:0 (21.) Mahkovec

3:0 (27.) Schönfeld

3:1 (37.) Hildebrand

3:2 (37.) Becker

3:3 (50.) Schmid

3:4 (57.) Fomin

3:5 (60.) Vihavainen

Strafminuten: Krefeld 6, Halle 10