Wie ihr, haben auch wir mit großer Sorge die zahlreichen Presseartikel u.a. in der Mitteldeutschen Zeitung vom 08., 09. und 10. Oktober 2021 („Halles Flutprojekte vor dem Aus?“; „Halle ist das Sorgenkind“, „Bei den Fans herrscht Entsetzen“, „Empörung in Halle und Magdeburg“) aufgenommen, welche die seit geraumer Zeit im Raum stehenden Gerüchte bedauerlicherweise erhärten.

Seit dem verheerendem Hochwasser 2013, welches uns die altehrwürdige Eissporthalle am Gimritzer Damm entriss, wird federführend durch die Stadt Halle (Saale) an der Umsetzung eines adäquaten Ersatzbaus gearbeitet. Zunächst sollte die im Sommer 2014 eiligst errichtete Eishalle an der Selkestraße lediglich als Provisorium dienen und ein Neubau binnen drei Jahren realisiert werden.

Dieser Plan wurde seitens der Stadt jedoch verworfen und der Sparkassen-Eisdom sollte fortan zu einer vollfunktionsfähigen Eissporthalle ausgebaut werden. Seitdem warten wir und sämtliche Eissportfreunde auf den Startschuss für den Ausbau. Mit dem Sparkassen-Eisdom, der einzigen Eissporthalle Sachsen-Anhalts, besitzt die Stadt Halle (Saale) ein Alleinstellungsmerkmal.

 

Warum ist ein Ausbau unabdingbar?

Vor allem im Nachwuchsbereich ist die Kabinensituation prekär. So müssen sich u.a. die drei Nachwuchsvereine, mit insgesamt ca. 500 Sporttreibenden, sowie die Sportschüler und -schülerinnen lediglich zwei kleine Container-Umkleidekabinen im Außenbereich teilen. Die beiden Innenkabinen verfügen nicht über Sanitäreinrichtungen und sind daher nur eingeschränkt nutzbar.

Die fehlende Lufttrocknung und Belüftungsanlage sorgte bereits mehrmals für massive Nebelbildung auf dem Eis und provozierte Spielabbrüche, zudem setzt die Feuchtigkeit der Stahlkonstruktion und den Einbauten zu.

Auch die mobile Eisfläche sorgt regelmäßig für Probleme, u.a. aufgrund massiver und tiefer Risse. Eine Nutzung im Sommer, z.B. für Inlinehockey oder sonstige Veranstaltungen, ist bislang gänzlich unmöglich. Aufgrund der fehlenden Unter-Eisdämmung und der mobilen Anlage sind die damit verbundenen Betriebskosten überdurchschnittlich hoch, im Vergleich zu festen Eispisten.

Warmwassererzeugung zur Eispflege erfolgt momentan weiterhin mittels Elektro Boiler, was weder ökologisch noch praktikabel ist, angesichts der 10.000 Liter Wasser, die täglich dafür benötigt werden.

Trotz der widrigen Bedingungen- wie die in einem Container eingerichtete Trainerkabine, die in Außencontainern untergebrachten Sanitäranlagen, die mobilen Gerüstbau- Tribünen, fehlende Parkplätze für die Gäste vom Eislaufen, den Saale Bulls Spielen oder den Veranstaltungen der Nachwuchsvereine- arrangieren sich seit 2014 alle Nutzer mit den Provisorien und hoffen auf eine zeitnahe Umsetzung der Ausbaupläne. Des Weiteren sind auch den Saale Bulls Heimspielen u.a. die Gastronomie- sowie Sanitäranlagen unterdimensioniert und provozieren lange Wartezeiten, während der kurzen Drittelpausen.

 

Status quo der Planung

Die Stadt Halle (Saale), als Eigentümerin, koordiniert die inzwischen weitestgehend abgeschlossenen Umbauplanungen, an denen bis Sommer 2021 noch gemeinsam gefeilt wurde. Im Laufe der Planungen mussten fortwährend neue Probleme gelöst werden, um am Ende eine funktionale Lösung präsentieren zu können.

 

Blick nach vorn!

Mit der Hiobsbotschaft können und wollen wir uns natürlich nicht abfinden! Wir sind derzeit in intensiven Gesprächen mit der Stadt Halle (Saale), aber auch Vertretern des Landes Sachsen-Anhalt, um den offensichtlich drohenden Ausbau- Stopp abzuwenden. Die Stadt Halle (Saale) ist zudem mit der Landeshauptstadt Magdeburg im regen Austausch.

Über neue Entwicklungen halten wir Euch auf dem Laufenden und werden gegebenenfalls noch einmal auf Eure Unterstützung zurückkommen. Vereint haben wir bereits einige Krisen abwenden und dem Eissport somit eine Zukunftsperspektive bieten können.

Ein Ausbau der Interimslösung ist auch für unser gemeinsames sportliches Ziel, die Qualifikation und Etablierung in der DEL 2, unabdingbar.